Okinii – Düsseldorf – Quickie

Wenn die Umsetzung nicht stimmt, kann das Konzept noch so gut sein, der erwartungsvolle Besucher muss enttäuscht sein. So ging es auch mir bei meinen beiden Besuchen im Okinii in Düsseldorf.

Das Restaurant basiert auf einem einfachen Konzept: Man bezahlt einen Einmalbetrag für das Essen und kann sich an einem iPad jede Viertelstunde maximal fünf Gerichte auswählen. Diese Auswahl wird als Bestellung direkt in die Küche bzw. an die Bar geschickt (Getränke können jederzeit bestellt werden) und sofort ausgeführt. Um es kurz zu machen: Das Konzept ist stimmig, und wenn man nicht alleine dort ist, dann passt auch das Minimum-Limit von 15 Minuten zwischen zwei Bestellungen. Wenn man allerdings alleine isst, hat man ein Problem, denn so langsam kann man sein Essen nicht verzehren. Selbst die aufpreispflichtigen Speisen können nur im 15-Minuten-Rhythmus bestellt werden. Unangenehm ist auch, dass man alles aufgegessen haben muss, bevor man etwas Neues bekommt. Eine Miso-Suppe aber schlürfe ich das ganze Essen durch, die möchte ich nicht einfach so trinken. Richtig störend ist, dass die einzelnen Speisen dann gebracht werden, wenn sie in der Küche fertig werden. Das hat zur Folge, dass durch das Bedienpersonal extrem viel Bewegung herrscht, was die ansonsten nette Loungeatmosphäre doch stark trübt. Dass es in der Umsetzung des Konzepts noch hapert zeigt sich daran, dass mein zweiter bestellter Sake nicht geliefert wurde, sich trotzdem aber auf der Rechnung befand.

Zum Essen: Die Suppe war in Ordnung, auch das Sashimi hat gepasst, nur werden die einzelnen Stücke viel zu groß geschnitten. Der Reis der Sushiportionen aber war schon angetrocknet, das Tempura – normalerweise eine Delikatesse – zeigte sich hier als einfache, frittierte, unschön gestaltete Gemüsestücke. Und dummerweise haben diese auch noch nach zu lange verwendetem Frittierfett geschmeckt. An beiden Abenden, es war also kein Einzelfall.

Mein Fazit? Ich werde sicher einige Zeit ins Land gehen lassen, bis ich noch einmal ins Okinii gehe. Denn fünfzig Euro ist ein solches Erlebnis sicher nicht wert (1 Essen, 1 Sashimi, 1 Sake, 2 Weizen).

Heut' geht's mir gut! 😎

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