Tokyo Sushi Bar – Mannheim

Es ist schon wieder Freitag, und es ist wieder diese Bar … nein, für heute gilt das nicht, und dies wird auch keine Hommage an die Fanta 4, deren Karriere vor 20 Jahren begann. Dies wird (endlich einmal) ein kleiner Bericht über meine Lieblings-Sushibar in Mannheim, die ich bisher – aus welchen Gründen auch immer! – sträflich vernachlässigt habe.

 

Weil das Restaurant nachmittags geschlossen ist erreiche ich erst um 17:30 Uhr jemanden, bei dem ich einen Tisch reservieren kann, man macht mir aber keine große Hoffnung: Die Tische im Restaurant sind wohl alle belegt, an der Bar jedoch werden wir auf alle Fälle einen Platz bekommen. Als wir dann im Restaurant ankommen, herrscht zum Glück so schönes Wetter, dass sich einige Gäste auf der Terrasse niedergelassen haben und wir doch noch einen eigenen Tisch ergattern können. Zu viert nebeneinander zu sitzen ist halt nicht allzu kommunikationsfördernd.

Endlich einmal bin ich mit jemandem hier, der die Speisen noch nicht kennt, und so entschließen wir uns, einmal quer durch die Speisekarte zu bestellen:

Edamame
Horenso
Miso-Suppe
Chirashi Sushi
Mannheim Roll
Power Roll
Inari

Edamame sind für mich fast so etwas wie Chips oder Erdnussflips für andere: Ich kann damit nicht aufhören, wenn sie vor mir stehen. Aber ich muss es auch nicht: Zu dritt vertilgen wir die leicht gesalzenen, warmen Sojabohnen. Und genauso machen wir auch den Blattspinat nieder, der hier nicht mit der üblichen Sesam- oder Erdnusssauce, sondern mit geräucherten Fischflocken (Bonito?) daherkommt. Etwas ungewohnt, aber trotzdem gut. Die Misosuppe schließt sich nahtlos an: Genau richtig gewürzt, nicht zu salzig (was ich in letzter Zeit in vielen Sushi-Bars feststellen musste), mit allem drin, was man braucht.

Das Chirashi Sushi ist jedesmal eine  Überraschungsbox: Man weiß nie, was darin ist. Dieses Mal findet sich als Hauptpunkt ein auf den Punkt gegartes Fischfilet – damit hat sich unsere Überlegung, ob wir vielleicht noch etwas Tempura als Vorspeise nehmen, von selbst erledigt. Ansonsten: Lachs, Thunfisch, Jakobsmuschel, Pfahlmuschel, Oktopus, Gurke, Rettich… und ein lauwarmer, sehr rund gesäuerter Sushi-Reis, mit Heringsrogen, Sesam und Noristreifen belegt.

Im Gegensatz zur Volatilität des Chirashi-Sushi kann man sich bei der RainbowRoll immer darauf verlassen, dass man eine gute Mischung der beliebtesten Fische bekommt:

Der Filter ist leider nicht zu entfernen… das weckt aber vielleicht das Interesse an dem Essen umso mehr! Auf der Rolle findet man Lachs, Thunfisch und – Avocado. Eine wunderbar runde Zusammenstellung, mit der man den Gaumen immer wieder neutralisieren kann.

Die Powerroll ist eine gut abgeschmeckte Mischung aus Jakobsmuschel und Fliegenfischrogen: Für mich unübertroffen, da es die Vorteile aller Bestandteile hervorhebt, ohne dass etwas unter der Mischung leidet. Und auch wenn es spicy ist, ist es doch nicht so scharf, dass ungeübte Münder sich den Mund daran verbrennen: Es schmeckt einfach ganz fein nach dem Fliegenfischrogen.

Als Nachspeise natürlich Inari Sushi, diese süße Tofutasche steht bei mir am Ende jedes Sushi-Abends.

Mein Fazit: Das habe ich schon ganz am Anfang geschrieben: Dieses Restaurant ist zusammen mit seinem älteren Geschwist in L15 mein Lieblingsrestaurant im Rhein-Neckar-Raum.

Heut’ geht’s mir gut! 😎

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