Der westliche Pfälzer Wald

Tja, eigentlich hatten wir ja geplant, heute meine Hausstrecke zu fahren, aber dann kam uns eine Verordnung dazwischen. Aber dazu später mehr.

Um 13:00 Uhr wurde ich von meinen Begleitern abgeholt. Das Hoch David beherrschte natürlich immer noch Mitteleuropa, und so starteten wir bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 10° Celsius. Ich hatte ja befürchtet, dass die Straßen brechend voll seien von Sonntagsfahrern und Wanderfreunden, doch hier hatte ich mich – zum Glück! – getäuscht. Das hatte zur Folge, dass wir zur Anreise nicht die vorgesehene A65 bis Landau benutzten, sondern ab Neustadt Süd bereits auf die Deutsche Weinstraße abbogen. Landstraßen machen halt doch mehr Spaß als Autobahnen!

Von jetzt an ging es durch malerische Orte, über sanft geschwungene Landstraßen in einem blätterlosen Rebenmeer bis hin zur B10. Nach der langen Reparaturphase hat sich wenigstens dieser neuralgische Punkt geändert: Für Linksabbieger heißt es jetzt nicht mehr, sich sowohl über eine Spur von links und zwei Spuren von rechts zu informieren, man kann sich endlich ausschließlich auf den Verkehr von links konzentrieren: Die linke Spur in Richtung Pirmasens beginnt erst hier und ist am Anfang für die Linksabbieger aus Birkweiler und Siebeldingen reserviert. Eine gute Neuerung!

Der Weg bis zum Abzweig zum Johanniskreuz war ohne besondere Eindrücke. Ausschließlich eine Liaison-Etappe sozusagen. Und über die nächsten 20 km sage ich nur soviel: Es hat Spaß gemacht, vor allem, weil keine Autos unterwegs waren, die Blätter des Herbstes natürlich schon lange verweht waren und um diese Tageszeit auch nicht mit Reif zu rechnen war. Wie gut, wenn man die Strecke mit allen Kurven genau kennt. 😉

Am Johanniskreuz haben wir eine Rast eingelegt, hauptsächlich, um uns etwas aufzuwärmen. Es ist schon faszinierend: Normalerweise trifft man dort oben viele junge Leute mit aufgemotzten Maschinen, fast offenen Auspuffen und nahezu profillosen Reifen. Heute aber war das überhaupt nicht der Fall. Seriennnahe Maschinen, die Fahrer durchweg über Fünfzig beherrschten das Bild. Eben die, die ihre Bikes das ganze Jahr über angemeldet haben und jede Möglichkeit ausnutzen, Kilometer zu machen. So wie wir.

Nach dieser Pause ging es dann weiter. Und jetzt kommt die Verordnung ins Spiel, die ich anfangs schon erwähnt habe: Das Elmsteiner Tal ist normalerweis Samstags und Sonntags für Motorräder gesperrt. Aber eben nur von März bis Oktober. Nicht aber im Februar, und daher haben wir unseren ursprünglichen Plan geändert und die Strecke durch das besagte Tal nach Frankeneck genommen. Von dort aus ging es dann über die B39, B37 und B48 Enkenbach-Alsenborn bis nach Hettenleidelheim, und von dort über Hertlinghausen die Talstraße entlang bis nach Neuleinigen und über Weisenheim am Berg mit seinem gigantischen Rheinebenenblick zurück nach Bad Dürkheim.

Was soll ich noch sagen? Es hat einfach nur Spaß gemacht, und ich freue mich schon auf das nächste Wochenende mit einem Hoch. Dann werde ich mir die neue F800 GS von BMW oder die Triumph Street Triple ausleihen. Wenn einer der entsprechenden Händler noch eine hat. 😉

Heut’ geht’s mir gut! 😎

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