So etwas nennt man anfixen. Das, was mein Freund mit mir gemacht hat: Er hat mir einfach so sein Zweitmotorrad – eine BMW R 1100 S – geliehen, um mit ihm einen Nachmittag lang durch die Pfalz zu brettern.

Dieser Nachmittag war gestern, und jetzt geht es mir nicht mehr aus dem Kopf. Ja, ich bin seit 1979 nicht mehr Motorrad gefahren, und ja, ich sollte inzwischen vernünftig geworden sein, aber es lässt einen halt nie mehr los. Nun gut. Natürlich war es am Anfang sehr ungewohnt, und ich war die ganze Zeit auch mehr mit mir selbst und dem Motorrad beschäftigt als mit dem Genießen der Landschaft, aber es hat Spaß gemacht. Klar, ich bin in meinem früheren Leben Solex, NSU, Honda, MV und Honda gefahren, es war daher von Anfang an klar, dass ich kein traditioneller Fahrer einer Gummikuh bin. Aber dieses Geschoss war einfach zu viel für mich. Zu viel Gewicht, zu viel Leistung, zu viel Motorrad, zu viel ungewohntes Drehmoment um die Längsachse beim Beschleunigen, vor allem witzig in Kurven – vor denen ich noch einen Höllen Respekt habe. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass BMW dieses Phänomen inzwischen gelöst hat. Nicht mein Kurvenproblem, sondern den Drehmomenteffekt. 😉

Eines habe ich mir bei aller Anstrengung gemerkt: Es gibt ein paar Dinge, die ich wieder lernen muss, wenn ich weiter motorradfahren will, und es gibt einige Strecken in der Pfalz, die es lohnen, wieder in dieses Freizeitvergnügen einzusteigen.

Mal sehen, was aus diesem Anfixen alles wird: Jetzt werde ich auf alle Fälle mal sehen, was es denn so an Mopeds gibt, die eher zu meinem Fahrstil passen.

Heut’ geht’s mir gut! 😎

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