Ginkgo – Erfurt – Quickie

Seit einiger Zeit gefällt mir eine japanische Beilage, die aber in Deutschland nur sehr selten zu bekommen ist: Natto, diese fermentierten Sojabohnen, über die ich mich schon des Öfteren ausgelassen habe.

In einem Restaurant in Erfurt, dem Ginkgo Sushi in der Pergamentergasse, bekommt man dieses Natto auch, hier in der besonderen Variante in Verbindung mit Thunfischstücken. Also war ich vor Kurzem wieder einmal dort, um eben dieses Natto zu genießen. Allerdings nicht ausschließlich, ich habe mit dazu ein Kikosansen und einen Sencha Tee zu trinken bestellt, und die Hauptspeise war ein Sashimi- und Sushi-Bento.

Durch die Zugabe von Maguro ist das Natto zum Einen geschmacklich etwas dem westlichen Gaumen angepasst, zum Anderen, und das ist das Wichtige, ist es viel einfacher zu essen, man kann es sozusagen mit dem Thunfisch “schaufeln”. Zu dem Natto muss ich wohl nichts mehr sagen, es hat einfach geschmeckt.

Eine Besonderheit war die Hauptspeise: Es ist immer wieder verblüffend, welche Geschmacksvariationen Herr Katsusaburo Saburi in eine Bentobox zaubert. Selbst wenn man öfter dorthin geht bekommt man jedes Mal eine leicht veränderte Box, aber immer auf demselben hohen Niveau. Ich werde auf alle Fälle wieder hierher kommen.

Heut’ geht’s mir gut! 8)

Nachtrag: Ich habe jetzt erst beim Überprüfen der Links gesehen, dass mein Blog auf der Homepage des Ginkgo Sushi erwähnt ist… Danke dafür! 8)

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Nuova Mirabella – Berlin – Quickie

Auf dem Weg zum Hotel nach einem langen Arbeitstag wollte ich vor Kurzem einfach eine Kleinigkeit essen, und da das Nuova Mirabella gerade auf dem Weg lag, habe ich mich einfach dort hinein gesetzt. Wobei ich Glück hatte, denn ich bekam den letzten Sitzplatz.

Entsprechend wollte ich auch nichts aus der Speisekarte wählen, meine Bitte an den Kellner nach einer Empfehlung wurde mit einer Minestrone als Vorspeise und einer Portion hausgemachter Tagliatelle mit frisch gehobeltem Trüffel als Hauptspeise beantwortet.

Seit ich vor einiger Zeit mit manipulierten asiatischen Trüffeln konfrontiert worden war bin ich einigermaßen vorsichtig geworden. Auf meine Nachfrage nach der Herkunft brachte mir der Padrone – ohne beleidigt zu sein! – seinen Teller mit den Knollen, und ich hätte sie sogar in die Hand nehmen können, wenn ich gewollt hätte. Dieses Vertrauen des Padrone hat mich überzeugt.

Genauso hat mich dann auch das Essen überzeugt: Die Suppe ganz frisch gekocht und nicht wie in vielen anderen Lokalen ein Gemüseeintopf, die Tagliatelle waren hausgemacht und der Trüffel sehr aromatisch.

Begleitet wurde das Essen von einem Pinot Grigio zur Suppe und einem Nero d’Avola zur Hauptspeise.Heut’ geht’s mir gut! 8)

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El Goloso – Erfurt – Quickie

In Erfurt gibt es einen Geheimtip, über den ich in nächster Zeit auch einmal etwas ausführlicher schreiben werde: Das Restaurant Catalana, ein authentischer catalanischer Spanier in der Marktstraße. Dieses Restaurant hat eine kleine aber feine Tapasbar, das El Goloso, in dem man in etwas nüchterner Atmosphäre die spanischen Kleinigkeiten genießen kann. Hierbei kann man sowohl in der Speisekarte blättern, man kann aber auch – typisch Barcelona! – aus der Vitrine auswählen und “aus der Hand” essen. Allerdings sollte man auf alle Fälle auch nach den Tagesspezialitäten fragen, das lohnt sich. Auch wenn es nicht unbedingt typisch spanische Speisen sind. ;-)

Bei dieser Gelegehnheit hatte ich es etwas eilig und habe daher “nur” eine Fischsuppe und eine Tagespezialität gewählt, es war ein Schweinefilet auf Linsen mit einer Sahnehaube. Allerdings natürlich in Tapas-Größe, mit einem Amuse Gueulle vergleichbar.

Die Suppe war klasse: Ein klarer, frisch gemachter Fischsud mit einer Garnele, einem Stück Fischfilet und einer Jakobsmuschel, begleitet von einer Aioli. So sollte eine Fischsuppe immer schmecken…

Die Hauptspeise waren auf den Punkt gegarte Linsen, das Schweinefilet war eine kleine Scheibe, kurz angebraten, so dass es innen noch rosa aber außen schön gebräunt war. Das Sahnehäubchen war – eben das Sahnehäubchen.

Mein Fazit? Das El Goloso ist ein Lokal, in dem sich seine Namensgeber sicher wohl fühlen: El Goloso ist – genauso wie der Gourmand – einfach das Schleckermäulchen.

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Ein Wellness-Wochenende in den Alpen – Tag 3

Der Wellnesstag gestern hat allen gutgetan. Entsprechend gut gelaunt machen wir uns pünktlich auf den Weg, um wenigstens noch ein kleines Eck der Alpen mitzunehmen. Die meisten wollten dem Stress entgehen und haben schon am Abend vorher bezahlt. Aber stressig kann es in dieser Atmosphäre garnicht werden. :-)

Was sagt uns der Bordcomputer der Ducati? Etwa mehr als der einer BMW? ;-)

Irgendwann sind alle fertig und wir brechen auf ins Abenteuer. Glücklicherweise haben die Wolken gestern ihre gesamte Fracht abgeladen, wir werden heute nur trockene Straßen sehen. Unsere Strecke führt von Lermoss aus ein kurzes Stück auf der Landesstraße in Richtung Reutte, dann geht es links ab ins Namlostal. Schön geschwungen schmiegt sich die Straße an den Hang, bis auf wenige Stellen breit ausgebaut, so dass man auch so früh am Morgen schon die Reifen auf Temperatur bringen kann. ;-) Wie vorgestern geht es dann hinter Elmen links ab aufs Hahntennjoch. Dieses Mal kennen wir die Straße etwas besser, daher geht es auch etwas flotter vorwärts. Was die Reifen von Jerry und mir allerdings wieder an ihre Grenzen bringt. Dummerweise dann auch auf der Abfahrt nach Imst, wo mein Vorderreifen anfängt, unangenehm zu schwimmen.

Hinter Imst fahren wir ein Stück weit ins Pitztal hinein bis wir nach rechts ins Pillertal abbiegen. Auf teilweise sehr schmaler Strecke geht es hoch bis zur Pillerhöhe, wo wir in dem Informations- und Touristenzentrum Gachenblick unsere erste Pause einlegen.

Eine schöne Armada. Oder?

Der Blick entschädigt für alle Strapazen. Wir befinden uns auf 1.550m Meereshöhe und oberhalb der Wolken, was uns diesen wunderbar blauen Himmel beschert. Aber immer wieder kommen die Wolken auch bis zu uns herauf.

Frank hat gleich Freundschaft mit der verbal schlagfertigen Servicekraft geschlossen. ;-)

Jeder fühlt sich wohl.

Irgendwann können wir uns dazu aufraffen, die nächste Etappe in Angriff zu nehmen. Jetzt geht es hinauf ins Kaunertal in Richtung auf den Kaunergletscher. Die Strecke ist natürlich eine Privatstraße und damit mautpflichtig.

Was uns die Gelegenheit bietet, uns zu sammeln.

Der Status als Privatstraße zeigt sich nicht nur im teilweise etwas gewöhnungsbedürftigen Zustand der Straße, es kann auch passieren, dass mitten auf ihr ein paar Ziegen oder Kühe herumliegen.

Auf der Strecke mit ihren 29 Kehren kann man das Ausbrechen des Hinterrads schön üben. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen sind alle froh, endlich oben angekommen zu sein. Sowohl die Anstrengungen der Strecke als auch die Höhe von 2.750m sind zu spüren, und so legen wir dankbar unsere Mittagspause ein.

Müde Krieger… ;-)

Aber schön ist es halt doch!

Befriedigt und gut gesättigt machen wir uns wieder auf den Rückweg. Noch ein kurzer Blick in den Maileingang, dann packen wir alles ein und fahren los.

Nur zur Erinnerung: Es ist August, aber der Niederschlag, der gestern in Lermoos als Regen herunterkam, hat hier einen leichten weißen Schleier hinterlassen.

Die Kaunertaler Talsperre, die in den sechziger Jahren gebaut wurde.

Warten die da unten etwa auf uns?

Die Rückfahrt ins Tal legen wir auf direktem Weg nach Landeck zurück, ab Faggen befinden wir uns im wildromatischen Inntal. Durch Landeck hindurch fahren wir auf einer landschaftlich reizvollen Landesstraße weiter in Richtung Imst. Ab hier geht es dann wieder über den Fernpass, der allerdings aufgrund der Verkehrs erheblich weniger Spaß macht als zwei Tage vorher: Die Straße ist einfach voll, in beide Richtungen herrscht Stop and Go, sodass nicht einmal die Motorradfahrer zwischendurch kommen.

Aber dann haben wir es doch geschafft. Ein kurzer Tankstopp für meinen Oldtimer in Lermoss, dann geht es auf direktem Weg auf die Autobahn nach Hause. In der Raststätte Illertal wird ein letztes Mal Bezin und Energie getankt (was wir alle augenscheinlich nötig haben).

Die A8 ist natürlich von Ulm bis Aichelberg sehr voll, aber ab dort können wir zügig die letzten Kilometer nach Hause zurücklegen. Stück für Stück verabschieden sich die Begleiter, bis mich in Ettlingen Beatrix und Ronald verlassen.

Mein Fazit? Diese Tour hat Spaß gemacht, sie war trotz aller Anstrengung und der fast 1.300km sehr erholsam. Wie heißt es so schön bei Ihbäh? Gerne wieder!

Vielen lieben Dank an Beatrix und Ronald für die Organisation, und natürlich auch an Frank für die Reiseleitung!

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Ein Wellness-Wochenende in den Alpen – Tag 2

Nach der Anfahrt und der kurzen Alpenetappe über das Hahntennjoch sollte heute ein Abstecher in Richtung Italien folgen, doch es kam ganz anders.

Die Beschreibung dieses Tages ist für mich ganz einfach: Es hat geschüttet. Und als das vorbei war, hat es gegossen. Danach dann wieder ein wenig Regen, der von einem Guss abgelöst wurde.

Schon beim Frühstück haben wir entschieden, den Tag im Hotel zu verbringen, mit gemütlichem Karten- und Backgammonspielen, Schwätzen und Schwitzen (in der Sauna) und mit dem sinnlichen Betrachten einer Horde von Aston Martin, Bentley, Ferrari und Konsorten, die in unserem Hotel ihr Mittagessen zu sich nahmen. Was uns unverhofft zu einem angenehmen Mittagsbuffet verhalf. ;-)

Irgendwann zwischen drin brach der Himmel dann auf und präsentierte uns nicht nur einen grandiosen Blick auf die Zugspitze, er umrahmte diesen Blick auch noch mit einem wunderbaren doppelten Regenbogen.

Jetzt bot sich mir eine schöne Gelegenheit, das Hotel einmal etwas genauer in Augenschein zu nehmen und ein paar Aufnahmen zu machen. Das Hotel Mohr bietet auf der einen Seite alles an Wellness-Möglichkeiten, was man sich vorstellen kann, auf der anderen Seite hat man jede Menge Sportarten zur Auswahl, die beim Golf beginnen, über Westernreiten und Angeln  gehen und bei der Ausfahrt mit Motorrädern von Ducati nicht enden (das musste ich als Ducatisti jetzt schreiben :-) )

Als erstes gibt es hier einen kleinen Blick in die Halle des Hotels, an die sich nahtlos die Bar anschließt.

Aus der Bar kommt man auf direktem Weg auf eine große hölzerne Terrasse mit Blick ins Tal, auf der man sich nicht nur die Getränke aus der Bar, sondern auch das Essen aus dem Restaurant servieren lassen kann. Da die Terrasse auch loungeartig beschallt wird, kann man es da draußen gut aushalten. Wenn das Wetter passt. ;-)

Der Blick in die Landschaft:

Im Untergeschoss ist neben den Spa-Räumen ein großer, sehr schön angelegter Garten zu finden:

Und noch ein Blick in das Tal in Richtung Lermoos:

Der Eingangsbereich zum Neubau:

Und das ursprüngliche Hotelgebäude:

So sieht beides im Zusammenhang aus:

Besonders schön zeigt sich der Eingang bei Nacht:

Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen, mir das Dorf anzuschauen. Dazu habe ich meine Motorradjacke über eine Jeans angezogen und bin losgelaufen. Kaum war ich jedoch im Dorf angekommen kam auch der Regen zurück, und der erwischte mich mit voller Wucht, so dass selbst meine imprägnierte Goretex-Kombi die Segel strich und mich bis auf die Haut nass werden ließ. Man sollte halt als Motorradfahrer nicht zu Fuß gehen. ;-)

Den Nachmittag haben wir genauso verbracht wie den Vormittag: Mit dolce far niente, wir saßen einfach nur in der Hotelhalle und unterhielten uns, bis das Abendessen mit einem netten Menü rief. Den Abend ließen wir dann langsam in der Bar ausklingen, da der nächste Tag mit einer strapaziösen Rückfahrt auf uns wartete.

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Ein Wellness-Wochenende in den Alpen – Tag 1

Wer sich in Südwestdeutschland für exotische Motorräder interessiert, kommt an Beatrix und Ronald März in Ettlingen nicht vorbei. Hier findet der Liebhaber so interessante Marken wie KTM, Ducati, MV Agusta, Moto Morini und GasGas.

Ab und zu werden dort auch Motorrad-Trips und Reisen angeboten. Auf einem solchen Trip, der Hardcore-Tour durch den Schwarzwald (worüber ich aus gegebenem Anlass besser nicht berichten werde ;-) ), kam das Gespräch auf die 3-Tages-Tour durch die Alpen mit Übernachtung in einem Wellness-Hotel. Da ich an dem Wochenende dieser Tour noch nichts vorhatte, meldete ich mich kurzerhand an.

Und jetzt stehe ich morgens um 8:30 Uhr in Ettlingen und warte darauf, dass die Mitfahrer, die hier in Ettlingen starten, ihre Sachen packen und auf ihre Motorräder aufsteigen. Seit langer Zeit ist das wieder einmal eine Mehrtagestour, bei der ich nicht den Vorturner spielen muss, ich kann mich also einfach hinten anhängen und die Landschaft genießen.

Wir fahren zu viert sehr pünktlich los, die nächsten Mitfahrer erwarten uns an der Raststätte in Stuttgart.

Da uns nur drei Tage zur Verfügung stehen, müssen wir per Autobahn Strecke machen. Was aber in der Besetzung kein Problem ist. Na ja, zumindest nicht für mich, ich definiere ausnahmsweise mal die Geschwindigkeit. Nach unten hin… im Vergleich zu den anderen Motorrädern fahre ich schließlich schon beinahe einen Oldtimer. :-)

Immer wieder halten wir zum Tanken, mehr als 200km am Stück sind nicht drin. Irgendwann haben wir dann das Ende der Hatz erreicht und biegen bei Siegmarszell erst auf die Bundesstraße, in Burgstall dann auf kleine Nebenstraßen ab. Witzigerweise ist das genau die Strecke, die ich nur wenige Wochen vorher in umgekehrter Richtung gefahren bin. Irgendwie kennt man das dann schon. Vor allem kenne ich das Restaurant, in dem wir unsere Mittagspause abhalten, den Berggasthof Stadler.

Natürlich wurden im Vorfeld in ALLEN Restaurants, in denen wir unsere Pausen abhalten, durch unseren Tourguide Frank Tische reserviert, wir müssen also nicht auf unser Glück vertrauen.

Die Aussicht von unserem Tisch ist gigantisch, wie gut, dass wir aktuell schönes Wetter haben. Der leichte Dunst in der Luft verhindert zwar noch schönere Bilder, aber man kann selbst im Nachhinein noch ins Schwärmen kommen.

Aber das Wichtigste ist für uns jetzt weniger der Blick, wir brauchen zuerst einmal etwas für unseren Flüssigkeitshaushalt. Und natürlich etwas für den Magen. ;-)

Das Wetter hat aber auch Nachteile: Es ist HEISS. Und selbst wenn man sein Moped im Schatten abgestellt hat, zeigt es diese Temperatur:

Es ist klar, dass bei diesen Bedingungen jede Möglichkeit – und sei es auch nur ein Tankstopp – zum Entblättern genutzt wird. ;-)

Unser Weg führt uns quer durch den Bregenzer Wald, an Scheidegg vorbei, über Häuslings, Scheffau, Doren, Hittisau, Mellau, Au, die schönen Serpentinen von Schrocken bis nach Warth, wo wir in Richtung Lech abbiegen. Die Fahrt führt aber nur bis zur Bodenalpe, wo – natürlich! – ein Tisch für uns reserviert ist. Auch wenn wir “gerade erst” Mittagspause gemacht haben: Ein Kaiserschmarrn geht immer!

Zum Glück sind auf diesen Strecken bis jetzt nur sehr wenige Biker außer uns unterwegs, sie kann sonst ganz schön unangenehm sein. Unter anderem, weil die Polizei in Warth die Motorradfahrer gerne zur Aufbesserung des Stadtsäckels nutzt…

Nach der Pause geht es zurück bis nach Warth, wo wir nach Osten in Richtung Reutte abbiegen. Allerdings fahren wir jetzt noch nicht zu unserem Hotel in Lermoos, wir biegen statt dessen kurz vor Elmen nach rechts auf das Hahntennjoch ab, wo ich das erste Mal  Probleme mit meinen neuen Reifen bekomme. Ja, das Hahntennjoch ist als glatt bekannt, dass mir allerdings in jeder Kurve, in der ich noch in Schräglage Gas gebe, das Hinterrad wegrutscht ist schon sehr unangenehm. Es hilft mir nichts, dass das auch Jerry, dem Fahrer der zweiten Monster, genau so ergeht. Er hat den selben Reifen wie ich aufgezogen.

Von Imst aus nehmen wir aufgrund der fortgeschrittenen Zeit den direkten Weg nach Lermoos unter die Räder, der uns über den Fernpass führt. Am Fuß des Passes lösen wir unsere Formation auf, um auf eigene Faust durch den Verkehr stechen, der in beide Richtungen abschnittsweise steht. Aber irgendwann haben wir auch das geschafft, und an der Abzweigung nach Biberwier und damit nach Lermoos treffen wir uns wieder, um die letzten Kilometer zu unserem Hotel hinter uns zu bringen. Diese idyllische Strecke ist nach dem Chaos auf dem Fernpass gut geeignet, uns auf den Abend einzustimmen.

Den Abend verbringen wir in sehr gemütlicher Runde, erst beim Abendessen, anschließend in der Bar bzw. am Pooltisch. Aber er wird nicht allzu lang, die Anstrengung des Tages zwingt die meisten schon früh ins Bett.

Es war eine gemütliche Fahrt mit netter Begleitung durch eine angenehme Landschaft, ich freue mich schon auf die nächsten beiden Tage!

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Tokyo Sushi-Bar Q4 – Mannheim

Es ist jedes Jahr dasselbe: Um Weihnachten herum bekommt man einfach nichts Gescheites zu essen. Und zu wenig. Da braucht es wenig Überredung, um Freunde zu finden, die mit einem Essen gehen. Zwischen den Jahren haben wir uns daher kurz entschlossen verabredet, zu dritt in die Tokyo Sushi-Bar in Q4, 12-16 in Mannheim zu gehen.

Wohl wissend, dass es unter den Japanophilen der Rhein-Neckar-Region inzwischen Kultstatus besitzt, habe ich angerufen, um einen Tisch zu reservieren. Es hat gerade noch für drei Plätze an der Bar gereicht.

Als wir ankamen war die Hölle los. Nicht nur wir waren gerade eingetroffen, es standen auch noch einige Leute Schlange, die keine Reservierung hatten. Und das ging den ganzen Abend über so. Hätte das Tokyo an die Wartenden Drinks verkauft, hätten sie gute Geschäfte machen können. Es wäre doch einmal ein Experiment, in Deutschland in einer Sushi-Bar diese typische amerikanische Logik einzuführen: Man geht an die Bar, um auf seinen Tisch zu warten, nimmt dort ein paar Drinks zu sich und geht dann wohlig beschwingt zum Essen…

Wir aber haben keine Experimente gemacht und die Standards getrunken: Kirin, grünen Tee und Ginjo Namachozo Sake, natürlich kalt.

Und auch in der Speisenauswahl waren wir konservativ: Horenso no Ohitashi mit Bonitoflocken als Vorspeise, Chirashi Sushi, House-Roll und Lachs-Avocao-Roll als Hauptspeise, und Unagi-Nigiri sowie Inari-Sushi als Nachspeise. Wenn ich es recht bedenke, dann haben wir die eigentlich angedachte Miso-Suppe in der Hektik der Situation einfach vergessen, gefehlt hat sie uns allerdings auch nicht.

Der Spinat war einfach köstlich, frisch, und genau so gewürzt, dass er den Gaumen auf die kommenden Genüsse vorbereiten konnte.

Auch wenn ich mich aufgrund meiner Begleitung nicht auf jede einzelne Nuance des Essens konzentrieren konnte: Die Zusammenstellung der Fischsorten des Chirashi-Sushi war wieder genau richtig, der Fisch frisch, glänzend an den Schnittstellen, ohne jeden Fehlgeschmack oder -geruch. Ein Amaebi oder Tamago hätte dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, gefehlt hat es aber nicht.

Die House-Rolle mit Lachshaut, Avocado, Aal und Algen ist ein passender geschmacklicher Kontrast zum reinen Fisch des Chirashi, während

die Avocado-Lachs-Rolle die Geschmacksknospen im Gaumen auf ein normales Maß zurückbringt. Zusätzlich soll sie dank der Omega-Fettsäuren des Lachs und des hohen Fettgehalts der Avocado auch noch gesundheitlich positiv sein: Irgendeine Ausrede zum Sushi-Genuss braucht man. :-)

Das Unagi sollte eigentlich ein Inari sein, aber irgendjemand hat wohl etwas undeutlich gesprochen, und so kam der Aal zu uns. Und wurde prompt genossen: Auf den Punkt gegart, genau richtig gewürzt, ohne den manchmal vorkommenden, leicht unangenehmen Geschmack.

Natürlich musste dann auch noch ein Inari sein, diese süße, mit Sushi-Reis gefüllte Tofu-Tasche, die ähnlich Käse den Magen schließt. Hier kommt es vor allem darauf an, dass die Tasche nicht zu groß ist, damit man sie mit einem Bissen zu sich nehmen kann, ohne einen Teil auf den Teller zurücklegen zu müssen. Die Alternative wäre, den Mund viel zu voll zu nehmen. Was aber natürlich niemand gerne macht. ;-)

Mein Fazit: Seit meinem letzten Besuch ist die Qualität eher noch gestiegen. Der Service ist freundlich und schnell, die Sushi-Köche kümmern sich um die Kunden an der Bar, selbst wenn sie durch das normale Geschäft schon komplett belegt sind, das Essen ist erstklassig und die Atmosphäre passt. Ich könnte mir jetzt nur noch eine Ausweitung der Speisekarte um eine größere Tempura-Auswahl oder die eine oder andere Bentobox vorstellen, um vollkommen zufrieden zu sein. Ansonsten kann ich es nur mit Arnie halten:

“I’ll be back!”

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Kicho – Stuttgart – Quickie

Wenn man als Japanliebhaber nach Stuttgart kommt, MUSS man ins Kicho gehen. Zumindest wurde mir das im Vorfeld gesagt.

Ich war dort und habe mir folgendes Menü gegönnt:

  • Als Getränk mit mehrfacher Nachbestellung Genmai-Cha (die nicht geröstete Variante) und Hakushika Ginjo Nama Chozo, einen sehr guten kalten Reiswein
  • Dobin Mushi – allerdings ohne Zitrone, trotzdem klasse
  • Vorspeisen-Variation mit Leber vom Wolfsbarsch, Garnele, Pfahlmuschel und mit einer feinen Sauce gefüllte Bambusschößlinge. Ausgezeichnet.
  • Sashimi-Variation mit Lachs, Hirame, Amaebi (Süßwassergarnele roh), und Dorade. Mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen…
  • Gegrillte Aubergine in Vinaigrette von der Frühlingszwiebel mit Noristreifen und geriebenem Rettich, ein schöner Zwischengang.
  • Süß-Sauer eingelegter Seetang, genau richtig, um die Geschmacksnerven zu neutralisieren.
  • Und jetzt die Hauptspeise, deretwegen ich hierher gekommen bin:
    Tempura: Garnelen (mit Zitrone und Salz serviert!), Lotus, Süßkartoffel, Aubergine, Bohnen, Paprika, Karotte. Und super sauer eingelegter gelber Rettich mit salzig/sauer eingelegte Pflaume. Alles begleitet von Tempura-Sauce mit geriebenem Rettich. Ich schwelge…
  • eine Nachspeise, wie sie in letzter Zeit immer öfter zu finden ist: Calico-Mousse mit Schnitz von Melone und Orange auf einem Erdbeer-Spiegel.

Ohne jede Frage ist das Kicho immer wieder eine Reise wert, ich werde sicher bei meinem nächsten Besuch in Stuttgart dort wieder vorbeisehen und dann vielleicht etwas mehr schreiben. Und ich kann die Aussage über das KICHO nur bestätigen: Hier muss man als Liebhaber von japanischem Essen gewesen sein.

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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Zimt-Rosinen-Schnecken

Es gibt nur wenige Süßigkeiten, mit denen man mich locken kann. Eine davon ist eine gut gemachte Zimtschnecke mit Rosinen. In Amerika sind die Dinger unter dem Namen Cinnamon-Roll zu finden, in Deutschland ist mir noch keine über den Weg gelaufen, die sich mit den amerikanischen vergleichen ließe. Daher habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, und nach vielen vergeblichen und missglückten Versuchen habe ich die folgende Anleitung ausgetüftelt.

Für den Teig benötigt man folgende Zutaten:

500 gr Mehl
100 gr Zucker
75 gr Stärkemehl
180 ml Vollmilch
1 Beutel Instant-Hefe oder 1 Päckchen Naturhefe
3 große Eier
1 Beutel Vanillezucker
1,5 TL Salz
180 gr Butter

Die Füllung besteht aus diesen Zutaten:

200 gr Braunen Zucker
100 gr Zucker Raffinade
200 gr Rosinen
1,5 EL Zimt, gemahlen
1 Prise Salz
90 gr Butter

Zu guter Letzt braucht es auch noch eine Glasur:

200 gr Puderzucker
60 ml Vollmilch
30 gr Butter
1 TL Vanilleextrakt

Die Milch wird auf 40 Grad erhitzt. Die Hefe wird darin unter Rühren aufgelöst, anschließend werden die Eier und sowie der Vanillezucker eingerührt.

In einer großen Rührschüssel werden Mehl, Stärke, Zucker und Salz gut vermengt. Der Rührer wird auf kleine Stufe aingeschaltet, und die Ei-Milch-Masse als stetiger Fluss hineingegeben, bis sich ein Teig gebildet hat.

Jetzt gibt man stückweise die weiche Butter dazu und lässt das Ganze rund 10 Minuten rühren. Inzwischen sollte sich der Zeig von der Wand der Rührschüssel gelöst haben. Falls das nicht der Fall ist, gibt man noch etwas Mehl hinzu und lässt es gut unterkneten.

Anschließend gibt man den Teig auf eine saubere Oberfläche und formt eine Kugel daraus. Diese gibt man in eine Schüssel und stellt diese zum Gehen an einen warmen Ort oder in den auf 100° erhitzten, aber ausgeschalteten Backofen. Wichtig ist, dass der Teig mit Frischhaltefolie oder einem Küchentuch abgedeckt wird, sonst trocknet er aus. Der Teig soll die doppelte Größe erreichen, bei mir hat das im Backofen rund zwei Stunden gedauert.

Während des Gehens wird die Füllung zubereitet. Dazu vermengt man die Zuckersorten, den Zimt und das Salz in einer Schüssel.

Der Teig wird auf einer leicht mehlierten Fläche ausgerollt (die Menge ergibt zwei Rollen!), bis er ca. 5 mm dick ist. Um das weitere Verarbeiten zu erleichtern, sollte man jetzt unter den Teig ein Küchentuch legen. Es geht auch ohne, das Einrollen ist aber natürlich einfacher. Der Teig wird mit der weichen oder flüssigen Butter eingestrichen, darauf wird die Zuckermischung verteilt und leicht festgedrückt.

Zum Schluss werden die Rosinen verteilt und ebenfalls festgedrückt.

Jetzt kommt die Aufgabe des Küchentuchs: Der Teig wird von einer Seite aus zu einer festen Rolle aufgerollt, man muss dabei darauf achten, dass die Füllung am Rand nicht herausfällt und alles gleichmäßig fest gerollt wird.

Der Rand der Rolle wird gut festgedrückt, um zu verhindern, dass sie sich wieder öffnet. Die Rolle wird jetzt in zwölf Teile geteilt. Dazu schneidet man zuerst die nicht so schönen Enden ab und teilt dann die Rolle erst in der Mitte, die zwei Stücke teilt man jeweils noch einmal  und diese Teile in jeweils drei Stücke. Diese Schnecken werden jetzt mit der Schnittseite nach oben in eine passende Backform gesetzt, ich verwende dazu einen Bräter, den ich mit Backpapier ausgelegt habe.

Nachdem man auch die zweite Hälfte des Teigs verarbeitet hat, werden die Schnecken mit Klarsichtfolie abgedeckt, sie dürfen nocheinmal eine Stunde ruhen.

Das Zeugs sieht auch ungebacken schon einladend aus. Man beachte das Eck links unten, da habe ich die Abschnitte hineingepackt, das kommt später noch zu Ehren.

Die so präparierte Backform kann man auch (ohne das Gehen!) bis zu 24 Stunden im Kühlschrank aufbewahren, wenn man die Schnecken zum Beispiel ohne die ganze Vorarbeit frisch zum Frühstück backen möchte. Dazu werden sie morgens aus dem Kühlschrank genommen und eine Stunde zum Temperieren und Gehen an einen warmen Ort gestellt.

Der Backofen wird auf 180° vorgeheitzt. Die Schnecken werden (ohne die Klarsichtfolie!) auf der zweiten Schiene gebacken, bis sie tief goldbraun sind und die Füllung geschmolzen ist. Bei meinem Backofen dauert das 35-40 Minuten. Jetzt dürfen sie erst einmal fünf Minuten abkühlen.

Die Glasur ist Standard: Während des Backvorgangs wird der Puderzucker mit dem Vanilleextrakt in eine Schüssel gegeben und dann wird unter Rühren so lange Milch zugefügt, bis eine glatte Konsistenz erreicht ist. Die Masse sollte nicht zu flüssig sein, wenn man mit der Gabel oder dem Schneebesen durchgeht, sollten Spuren stehenbleiben. In diese Masse wird jetzt die weiche Butter eingerührt, bis sie glatt ist und keine Klumpen zu sehen sind. Die Butter sollte kurz vor dem Schmelzpunkt sein, um die Masse nicht zu lange rühren zu müssen. Das Ganze muss mindestens 10 Minuten ruhen, bevor man es über die Schnecken gibt.

Und so sieht dann das Ergebnis aus:

Der Koch muss ja schließlich auch etwas zum Probieren haben ;-)

In Amerika werden diese Schnecken direkt aus dem Ofen gegessen, ich bin jedoch der Ansicht, dass man sie sehr wohl auch kalt essen kann. ;-)

Guten Appetit!

Heut’ geht’s mir gut! 8)

 

 

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Ananas-Krabben-Cocktail

Manche Speisen wechseln ihren Einsatzzweck im Lauf der Jahreszeiten. Vor einigen Jahren habe ich ein Sommer-Essen entwickelt, das schön tief gekühlt (nicht tiefgekühlt!) ein erfrischendes Abendessen darstellt. Vor Kurzem stand ich vor der Frage, was ich als ungewöhnlichen Salat zu einem Frühstücksbuffet hinzufügen kann, das jetzt im Winter auch etwas wärmer werden darf, und dabei kam mir das besagte Sommer-Essen in den Sinn.

Die Zutatenliste ist nicht allzu lang:

1 reife Ananas, am Besten eine Flugananas
400 g Tiefseegarnelen
150 ml Natur-Joghurt
150 ml Saure Sahne
125 ml Creme fraiche
1 EL Senf
1 EL Ketchup
1 TL Remoulade
1 EL Cognac
1 Bund Dill
Salz, Pfeffer
 1 Zitrone, den Saft davon…

Die Garnelen werden in einer Schüssel gewässert.

Die Ananas wird senkrecht halbiert, möglichst inklusive der Krone.

Das Ananas-Fleisch wird so ausgelöst, dass die Schale nicht durchlöchert wird. Man beginnt damit, indem man am Kopf- und Fußende jeweils einen senkrechten Schnitt anbringt.

Anschließend setzt man im 45°-Winkel an der Wand entlang einen vorsichtigen Schnitt.

Ebenso schneidet man jetzt im 45°-Winkel unter-und oberhalb des Strunks.

Damit kann man den Strunk herausnehmen. Jetzt muss man vorsichtig das weitere Fruchtfleisch herausschneiden.

Wenn man eine schöne Rundung haben möchte, kann man diese jetzt mit einem Löffel herstellen.

Die Ananas stellt jetzt eine schöne Form dar, in die später der Salat gegeben werden kann.

Das ausgelöste Fruchtfleisch wird in gabeltaugliche Stücke (ungefähr vergleichbar den Tiefseegarnelen) geschnitten.

Die Garnelen werden abgegossen, der Dill wird von den Stängeln gezupft und fein gehackt. In einer Schüssel werden Joghurt, saure Sahne, Creme fraiche sowie Würzsaucen, Cognac und Dill zu einer glatten Sauce verrührt, der Zitronensaft wird nach gusto hinzugefügt

und alles schön untergemischt.

Die Garnelen und die Ananasstücke werden hinzugegeben und alles mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt.

Diese Masse wird in die Ananas-Hälften eingefüllt und kurz vor dem Servieren mit einem Zweig Dill garniert.

Wenn man die leeren Ananasschalen im Tiefkühlfach aufbewahrt, kann man sie auch ohne Eisbett sowohl im Sommer als Form für die Hauptspeise, als auch im Winter als Schüssel in einem Buffet verwenden. Das Rezept langt als Hauptspeise für zwei Personen (also eine halbe Ananas pro Person) und als Vorspeise für 6-8 Personen. Im Buffet unter vielen anderen Speisen reicht es für 15-20 Personen.

Guten Appetit!

Heut’ geht’s mir gut! 8)

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